Montag, 29. Juni 2015

Schulbesuch Paul Schule 29. Juni 2015


Wir kommen unangekündigt zur Schule. Die Lehrerinnen und der Lehrer brechen den Unterricht zur Pause ab. Und die Kinder freuen sich wie Schneekönige über den Besuch. Sie tanzen und spielen auf dem Schulhof, so dass eine Staubwolke aufsteigt. Die Schule und der Schulhof sind sauber, alle Klassenzimmer in Ordnung, die neue Schulleiterin hat keine Bemerkungen oder Mängel. Bei den Toiletten sind Jungs und Mädchen am Putzen, mit Putzmittel! Sehr vorbildlich. Auch an der Handwaschstation gibt es Wasser.
Die Frage ist nur, wie lange noch!? Die Düngerfabrik hat wohl die letzten Monate nicht gearbeitet und auch kein Wasser in die Wasserleitung gepumpt. An diese Leitung ist der große Wassercontainer der Schule angeschlossen. Es gibt jedoch auch einen Brunnen im Dorf, aus dem bringen die Eltern im Moment das Wasser. Die Dorfbewohner überlegen, ob sie eine Wasserleitung vom Brunnen zur Schule legen oder hier an der Schule einen neuen Brunnen bohren sollen. Sie möchten unabhängig vom Wasser der Düngerfabrik werden, was ich verstehen kann. Sie werden beide Möglichkeiten berechnen lassen.
PAUL, einer der ersten, funktioniert einwandfrei, die Kinder trinken das Wasser, nur wenige Leute aus dem Dorf holen das Wasser hier, was schade ist, denn hier werden nur 101 Kinder damit versorgt. Also genügend Potential... Wir erklären es den Anwesenden noch ein Mal, wie wichtig das saubere Trinkwasser ist. Und wenn jetzt kein Wasser mehr aus der Düngemittel Fabrik kommt, dann wird PAUL wichtiger. Dann könnte am Brunnen eine Trinkwasserinstallation gebaut werden.
Mir fallen ein Paar Stapel Schuluniformen auf. Die Schulleiterin sagt uns, dass seit diesem Schuljahr jedes Kind von Grade 1-5 von der Regierung eine Uniform gestellt bekommt. Bluse mit kurzer Hose. Anschaffungspreis ca. 3000 Kyat, also 2,50 €. Eine Uniform weniger, die die Eltern kaufen müssen!
Das Töchterchen der verstorbenen Schulleiterin wächst und gedeiht!
Es gibt übrigens in Grade 5 2 x Zwillinge, 1 Pärchen und 2 Jungen! Eine Seltenheit für ein Dorf mit 1800 Einwohnern.
Die Lehrerinnen und das Dorf senden dem Spender die besten Wünsche, sie würden sich über einen Besuch von ihm freuen! ub